Glossar

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Eine kleine Kräuter- und Gewürzkunde

Was ist eigentlich Thai Basilikum? Und was ist denn typischer Weise in thailändischen Gerichten?

Thai Basilikum ist der übergeordnete Begriff für drei, in der thailändischen Küche verwendete, Basilikum-Arten. Dem Bai Horapa, dem Bai Menglak und dem Bai Gaprao. Während das Bai Horapa auch als süßes Basilikum bekannt ist und eine süß-scharfe Note hat, wird das Bai Gaprao mit seinen rötlichen Blättern und dem Geschmack nach Nelken und Piment auch als indisches Basilikum bezeichnet. Bai Menglak, das sogenannte Zitronenbasilikum, erhielt seinen Namen, da diese pelzige Variante nach Zitronen riecht.

Chili: Wie scharf können Sie? Thailändisches Essen ist für seine Schärfe bekannt. Während Jalapeños bloß als mittelscharf gelten, sind Thai-Chillis (Phrik) oder auch Habaneros sogar sehr scharf. In der thailändischen Küche werden verschiedene, auch getrocknete Chilisorten in den Gerichten verwendet, je nach gewünschtem Schärfegrad. Junger Chili ist leicht grün, während die Reifen von roter oder brauner Farbe sind. Im Inneren befinden sich die gelben Samen, die die eigentliche Schärfe beinhalten. Es gilt jedoch: Je kleiner, desto schärfer. Chilis enthalten einen hohen Anteil an Antioxidanzien, Vitamin B1, B2 und C sowie Eisen.

Koriander: Eine Gewürz- und Heilpflanze (Magenbeschwerden), die oft auch als asiatische Petersilie bezeichnet wird. Pak Schie, also Koriander, hat ein kräftiges, moschus- und zitronenartiges Aroma. Dieser bitterscharfe Geschmack ist für deutsche Gaumen jedoch oft gewöhnungsbedürftig. Die Blätter enthalten jedoch viel Vitamin A und C, sowie Kalzium und Eisen.

Ingwer: ist besonders würzig im Geschmack und wird sowohl als Gewürz als auch als Heilmittel gegen Erkältungen und Entzündungen eingesetzt. Der Grund hierfür: Ingwer ist reich an Kalzium, Betakarotin sowie Vitamin B und C. Die gelbliche Wurzel hat eine gewisse fruchtige Schärfe, die Wokgerichten, Desserts und Getränken den nötigen Pfiff verleiht. Statt mit Pfeffer wird in asiatischen Ländern oft mit Ingwer (Khing) gewürzt. Ob roh, sauer eingelegt oder kandiert ist diese Wurzel ein Fitmacher.

Limettenblätter: ebenfalls bekannt als Zitronen-, Kaffir- oder Kaffernblätter. Die auf Bäumen wachsenden Blätter können im gesamten südostasiatischen Raum geerntet werden. Durch die ätherischen Öle im Inneren riecht dieses Gewürz stark nach Limetten. Die Blätter werden wie Lorbeer im Ganzen mitgekocht oder finden Verwendung bei der Zubereitung von Currypasten. Sie sind reich an Kalzium, Vitamin A, B2 und C.

Zitronengras: Ta Krai ist auch als Sereh- oder Lemongras bekannt. Zitronengras ist eine grasähnliche oder auch schilfartige Staude aus den Tropen Asiens mit spitzen Blättern. Den Namen erhielt das Gras, da es beim Zerreiben einen zitronenähnlichen Duft verbreitet. Grund dafür sind die ätherischen Öle im Inneren der Pflanze. Zitronengras ist reich an Ballaststoffen, Kalzium, Eisen sowie Vitamin A, B und C. Es wird als Gewürz in Currypasten, scharfen Suppen, Salaten und Fischgerichten verwendet.

Mini-Auberginen: Die Mini-Auberginen, Ma Khüa Puang, wachsen in Rispen und haben einen leicht herben Geschmack. Frisch im Mörser gestoßen, werden sie für Currys und insbesondere für grüne Currys verwendet. Sie enthalten viel Eisen, Kalzium und Vitamin A.